30.08.2013   Holzbrigade

28 Eichen

Es war die ganz grosse Geste zur Rettung der künstlerischen Idee mit der Heinrich Löhr 28 Bäume in seinem Wald um den Thursee fällen ließ.

Die Sektion Holzbrigade hatte in den letzten zwei Wochen sämtliche Optionen durchgespielt: Sollten wir versuchen das Holz im Dorf zu sammeln? Wer hatte überhaupt Holz in entsprechender Menge und wer wäre bereit, davon einige Raummeter abzugeben? Konnten es verschiedene Holzsorten sein? Wie würde sich das unterschiedliche Alter und damit der unterschiedliche Feuchtigkeitsgehalt auf die Skulptur auswirken? Wie ließ sich der Verwitterungsprozess minimieren? Das Holz musste auf eine Länge geschnitten sein und wer würde es spalten?
Ich versuchte mich schnellstmöglich in das für mich neue Sachgebiet der Holzkunde einzuarbeiten.

Nicht jeder, der hätte helfen können, wollte. Diverse Versuche der Ansprache prallten an geballter Virilität hinter verschränkten Armen ab.

Erkenntnisgewinn ist nicht immer schmerzfrei und besagte in diesem Falle, dass das Holz folgende Kriterien erfüllen musste, nämlich

a) Eiche zu sein hatte
b) aus einer Quelle stammen sollte, um
c) auf die einheitliche Länge von 80cm geschnitten nach Pampsee geliefert zu werden, und
d) wir einen Spalter brauchten

Heinrich Löhr bewies Contenance und beauftragte seine Mitarbeiter Andreas und Udo Spremberg mit dem Fällen zu beginnen. Dieter sagte Dobrze und Michael fragte mit dem ihm eigenen Hamburgischen Stoizismus, wann willst du eigentlich fertig sein?.
Am 20. September, trotzte ich.
Dobrze, grinste Dieter.

 

 

 


Udo Spremberg Andreas und Udo Spremberg Baum fällt für Pampsee Heinrich Löhr