01.09.2013   KunstKiosk

Der KunstKiosk zieht um nach Blankensee

Die Hauptsaison war vorbei, die Gäste wurden weniger. In Relation zu den sinkenden Temperaturen blieben die Kuchenstücke auf dem Blech liegen. hatten Frau Lipke und Frau Pietsch Schicht, überspielten sie die Zeit mit Karten.

Ich übernahm weiterhin die Sonntagsnachmittagsschicht. Da tauchte so ziemlich aus dem Nichts Mr. Mir auf. Es überkamen mich Zweifel an meiner Optik, als der Fahrer eines schweren Motorrades am Gemeindezentrum seine Maschine bremste. Dann passierte längere Zeit nichts. Ich sah mich einer Gestalt gegenüber, deren Antlitz unter einem immens großen, glänzenden Helm mit schwarzem Visier verborgen war. Als der Fahrer sich des Kopfschutzes entledigte, blendete mich der Kontrast seiner enorm schwarze Haare zu dem hochbrillanten Weiß des Helmes. Mr. Mir sprach ein deutlich amerikanisch eingefärbtes Deutsch, vermischt mit einem dänischen Akzent. Ich konnte ihm auf seiner Lebensgeschichte, die er auf dieser 750ccm Maschine bis zu den polnischen Wurzeln zurückverfolgte, nicht genau folgen.

Mit einer gewissen Ungeduld erwartete ich bei Kaffee und Kuchen das Erscheinen einer Raumkaspel, die vielleicht noch weitere Mr. Mir -Wesen abwerfen oder zur Abholung des Herrn Mir neben dem KuKi landen würde.

Mister Mir setze dann aber seine Reise über den Planeten Erde mit dem Motorrad fort. Der Sonntagnachmittag mit ihm war auf eine besondere Art sehr heiter und nett gewesen.


Mr. Mir zu Besuch am KunstKiosk