07.05.2013   Holzbrigade Gründung der Kunstgemeinde Pampsee

Grenze, Graben, Kläranlage

Der Entwurf für eine Straßenbeschriftung war zu einem unsichtbaren Band zwischen den Ortsteilen geworden. Realisieren ließ sich die Idee in der geplanten Weise nicht. Markierungen auf Asphalt waren nach genauen Verfahrensanordnungen durch das Deutsche Verkehrsrecht geregelt, Ausnahmen waren nicht vorgesehen.

Die Inhalte brauchten eine andere Form. Ich ging spazieren. Kein Geistesblitz traf mich. So spazierte ich jeden Tag weiter, bis ich auf eine Herde aggressiver Stiere stieß. Da drehte ich um und rettet erst mal mein Leben.
Die Bewohner machten mich auf den Grenzgraben, die geographische Mitte zwischen Pampow und Blankensee, aufmerksam. Markantestes Teil an diesem Ort war die Kläranlage. Metaphorisch betrachtet, fand ich disen Vorgang des Klärens, der an diesem Orte stattfand, recht passend. In der Agrar GmBh zeigte man mir die Flurkarten. Auf dem Plan sah der Ort hübsch aus. Vielleicht sollte ich die Idee noch einen Schritt weiter treiben und die beiden Ortsteile zu einer neuen Gemeinde, einer Kunstgemeinde, fusionieren? Dann würde diese Gemeinde als erstes einen gemeinsamen Ort, also einen Gemeindeplatz, brauchen.

Eine zweite Dorfkonferenz war anberaumt worden.
Die Zeit war knapp, die Ungeduld in der Gemeinde wuchs. Ich bat meine Nachbarin Anke um Hilfe. Wir setzen uns ins Atelier und bauten Modelle.


Ausschnitt Flurkarte Muster eines Bodenbelages aus Kaminholz und Feldsteinen  für den künftigen Gemeindeplatz