02.08.2013   KunstKiosk

Haben Sie eigentlich eine Waschmaschine?

fragte mich meine Nachbarin irgendwann. Meine Variante, die Wäsche in der Badewanne einzuweichen, wurde von Frau Andreas für unzeitgemäß befunden und fortan übernahm sie das. Unsere Drei-Frauen-Gemeinschaft im Haus wurde zunehmend familiärer. Ich verlor die Angst, die beiden Damen im Erdgeschoss durch ungewohnte Verhaltensweisen zu stören.

Irgendwann fing auch Frau Andreas an Kuchen für den KunstKiosk zu backen. Mit Rhabarberkuchen unter Baiserhaube gab sie ihren fulminanten Einstand.

Es war Juli und mit jedem Tag wurde es heißer. Kollektive Kreislaufschwäche gefährdete den Schichtplan am KunstKiosk.
Ich kaufte einen Sonnenhut aus Stroh. Frau Andreas verschwand im Keller und tauchte mit einem ebensolchen wieder auf. Ein bisschen sah sie damit aus wie Mrs. Marple. Am 2.8. erreichten die Temperaturen ihren Höhepunkt bei 38 Grad. Wir setzen unsere Hüte auf und übernahmen die Sonntagsschicht am KunstKiosk - dazu gab's Kirschsuppe.


Meine Nachbarin Frau Andreas auf Schicht Die Gäste Christian und Monique aus Halle am KuKi bei Kirschsuppe